24.04.2012

LAG Düsseldorf: „Equal Pay“ in der Zeitarbeit nicht für Forderungen vor Dezember 2010

LAG Düsseldorf, Urteil vom 08.12.2011, Az.: 11 Sa 852/11

Die dem Arbeitsverhältnis des Klägers zugrunde liegenden tariflichen Regelungen waren zunächst mit der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) abgeschlossen worden, der das BAG am 14.12.2010 die Tariffähigkeit abgesprochen hat. Die Parteien hatten am 26.04.2010 eine Zusatzvereinbarung abgeschlossen, wonach auf das Arbeitsverhältnis die zwischen dem Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) und den Einzelgewerkschaften des Christlichen Gewerkschaftsbundes (CGB) geltenden Tarifverträge Anwendung finden. Der Kläger ist der Ansicht, er habe Anspruch auf Zahlung von Differenzvergütungen entsprechend der Vergütung eines von dem Energieunternehmen selbst beschäftigten Ablesers.

Der Kläger hatte auch mit seiner Berufung vor dem LAG keinen Erfolg. Die Ansprüche des Klägers bis Ende 2009 seien wegen der wirksamen Ausschlussfrist des durch die Zusatzvereinbarung in Bezug genommenen Manteltarifvertrags zwischen der AMP und den Einzelgewerkschaften des CGB (MTV) verfallen. Der MTV sei ein mehrgliedriger Tarifvertrag und selbst wenn die CGZP tarifunfähig sei, gelte dies nicht für die Einzelgewerkschaften des CGB.

Beitrag teilen:

Weitere Beiträge zum Thema