01.03.2020

Reform der Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten

Gesetzgebung

Das Bundeskabinett hat am 28.08.2019 die Modernisierung der Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) beschlossen. Das PTA-Reformgesetz, welches am 01.01.2021 in Kraft treten soll, sieht vor, dass die Ausbildungsinhalte und -strukturen geändert werden sollen. Unter anderem ist dabei vorgesehen, dass die Auszubildenden intensiver dazu befähigt werden sollen, Kunden besser über Arzneimittel, Medizinprodukte oder allgemeine Gesundheitsfragen beraten zu können. Eine bessere Beratungskompetenz der PTA sei notwendig, weil die Beratung und Information von Kunden gegenüber der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln im Rahmen der Ausübung des PTA-Berufs deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Eine weitere wesentliche Änderung betrifft die Vergütung der Auszubildenden. So ist nunmehr vorgesehen, dass die Apothekenleitung dem Auszubildenden während der praktischen Ausbildung eine angemessene Ausbildungsvergütung zu zahlen hat. Die Ausbildung soll weiterhin zweieinhalb Jahre dauern und mit einer staatlichen Prüfung abschließen. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen. Mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes tritt das Gesetz über den Beruf des pharmazeutisch-technischen Assistenten (PharmTAG) außer Kraft. Vor dem 01.01.2021 begonnene Ausbildungen sollen jedoch noch nach den bisher geltenden Regelung fortgesetzt und beendet werden können.

Die Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums finden Sie hier.

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