Veranstaltungen

Wir bieten bundesweit Inhouse-Schulungen und Praktikerseminare an. Firmeninterne Schulungsthemen können mit uns abgestimmt werden. Sprechen Sie uns bitte an! Wir kommen gerne zu Ihnen. Unsere praxisorientierten und erfahrenen Rechtsanwälte sind außerdem für namhafte Veranstalter als Referenten tätig.

Vergangene Veranstaltungen finden Sie im Archiv

Die nächsten Veranstaltungen

Donnerstag, 16. Mai 2019

Seminar „Update zum neuen Korruptionsstrafrecht im Gesundheitswesen“

Veranstalter
Krankenhausgesellschaft Sachsen e.V.

Kaum ein Rechtsgebiet entwickelt sich mit so hoher Dynamik, wie das Wirtschaftsstrafrecht des Arztes. Neben dem Tatbestand des Betruges stehen im Mittelpunkt der strafrechtlichen Risiken die Tatbestände der Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen (§§ 299a, 299b StGB). Veränderte Marketingstrategien der Industrie und die Möglichkeiten der Digitalisierung werfen Fragen auf, die auch das Strafrecht und die genannten Tatbestände betreffen. Hierzu gehören services beyond the pill bzw. Patienten-Support-Systeme und die klinikübergreifende Ferndiagnostik durch digitale Bildgebung.

Ihr Nutzen
Das Seminar setzt Sie auf den aktuellen Kenntnisstand in diesen Rechtsmaterien. Sie erfahren, unter welche Voraussetzungen Sie von den neuen Gestaltungsspielräumen und Kooperationsmöglichkeiten Gebrauch machen können. Weiterhin werden Ihnen Erfahrungen zu den Erledigungsstilen der zuständigen Staatsanwaltschaften in einschlägigen Verfahren vermittelt sowie Informationen, wie und zu welchen Fragen diese mit anderen Institutionen, wie beispielsweise den Stellen zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen und den Landesärztekammern zusammenarbeiten. Es werden Strategien vorgestellt, auf diese Entscheidungspraxis einzuwirken.

Sie kennen

  • den Inhalt der §§ 299a, b StGB,
  • die Relevanz der Tatbestände bei
    • Patienten-Support-Systemen
    • Entlassmanagement
    • Kooperationen im Rahmen der digitalen Medizin, z.B. digitale Pathologie und digitale Radiologie
    • Kooperationen zwischen den Sektoren und das Problem der Scheinselbstständigkeit
    • Rabattgestaltungen beim Einkauf
  • Bedeutung der Clearingstellen, Stellen zur Bekämpfung von Fehlverhalten, Voten der Landesärztekammer
  • Ermittlungs- und Erledigungsstile der Staatsanwaltschaften
  • Diesbezügliche Verteidigungs- und Compliancestrategien

Inhalt
Vormittag: Grundlagen der strafrechtlichen Verantwortlichkeit:

I. Die §§ 299 a, b StGB

  1. Einführung in Wortlaut und Systematik der §§ 299 a, b StGB: Verhältnis zu §§ 331 ff. StGB
  2. Regelbeispiele: § 300 StGB, Bandenbegriff, Gewerbsmäßigkeit
  3. Verhältnis und Überschneidungen zum Tatbestand des Betruges, Voraussetzungen sogenannter „Weiterfresserermittlungsverfahren“

II. Einzelne Problemfelder

  1. Patienten-Support-Systeme
  2. Entlassmanagement

Nachmittag:

II. Einzelne Problemfelder

  1. Kooperationen im Rahmen der digitalen Medizin
  2. Kooperationen zwischen den Sektoren und das Problem der Scheinselbstständigkeit
  3. Rabattgestaltungen beim Einkauf

III. Bedeutung der Clearingstellen, Stellen zur Bekämpfung von Fehlverhalten, Voten der Landesärztekammer

IV. Ermittlungs- und Erledigungsstile der Staatsanwaltschaften

V. Diesbezügliche Verteidigungs- und Compliancestrategien

Zielgruppe
Geschäftsleitung, Leiter und Mitarbeiter der Personal- und Rechtsabteilungen, leitende Mitarbeiter/ Führungskräfte, Mitarbeiter im Bereich Compliance und Controlling, Ärzte.

Referent
Prof. Dr. Hendrik Schneider

Mittwoch, 22. Mai 2019

Seminar „Aktuelle Entwicklungen und Neuerungen im Arbeitsrecht 2019“

Veranstalter
Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.

In gewohnter Weise informiert das Seminar die Teilnehmer auch in 2019 über die aktuellen Entwicklungen und Entscheidungen auf dem Gebiet des Arbeitsrechts.

Ihr Nutzen

  • Sie können Ihr arbeitsrechtliches Wissen auffrischen und auf den neuesten Stand bringen.
  • Ihnen werden Handlungsanleitungen für die tägliche Personalarbeit gegeben und Strategien, mit denen Sie Fehler vermeiden können, vorgestellt.
  • Sie erfahren, welche aktuellen Anforderungen an Sie durch die arbeitsgerichtliche Rechtsprechung bei der täglichen Personalarbeit gestellt werden.
  • Sie erhalten ein theoretisches Gerüst und praktische Instrumente für Ihre tägliche Personalarbeit in Bezug auf die relevantesten arbeitsrechtlichen Themen.
  • In einem geschützten Rahmen haben Sie die Gelegenheit, eigene Situationen zu erörtern und Erfahrungen auszutauschen.

Inhalt
Da insbesondere das Arbeitsrecht mit seinen begrenzten gesetzlichen Regelungen durch die Gerichte fortgeschrieben wird, ist es wichtig, das Wissen ständig um die aktuelle Rechtsprechung zu aktualisieren. Daher wird auch 2019 eine Vielzahl von für die Praxis in den Krankenhäusern und an diese angeschlossenen Einrichtungen so wichtigen Entscheidungen aus dem Arbeitsrecht aus dem Zeitraum April 2018 – April 2019 vorgestellt sowie deren Kontext und Auswirkungen auf die Praxis erläutert. Wie für dieses Seminar bereits bekannt, werden wir neben den Inhalten der Urteile, das Wichtigste zu den rechtlichen Fragestellungen aus den Urteilen wiederholen bzw. wird Ihnen die Referentin, Rechtsanwältin Susanne Boemke, einen Überblick hierzu geben.

Zielgruppe
Leiter und Mitarbeiter der Personalabteilungen und Rechtsabteilungen, Geschäftsleitung, leitende Mitarbeiter/Führungskräfte sowohl mit als auch ohne Vorkenntnisse

Referentin
Rechtsanwältin Susanne Boemke

 

Dienstag, 4. Juni 2019

Seminar „Aktuelle Entwicklungen und Neuerungen im Arbeitsrecht 2019“

Veranstalter
Krankenhausgesellschaft Sachsen e.V.

In gewohnter Weise informiert das Seminar die Teilnehmer auch in 2019 über die aktuellen Entwicklungen und Entscheidungen auf dem Gebiet des Arbeitsrechts.

Ihr Nutzen

  • Sie können Ihr arbeitsrechtliches Wissen auffrischen und auf den neuesten Stand bringen.
  • Ihnen werden Handlungsanleitungen für die tägliche Personalarbeit gegeben und Strategien, mit denen Sie Fehler vermeiden können, vorgestellt.
  • Sie erfahren, welche aktuellen Anforderungen an Sie durch die arbeitsgerichtliche Rechtsprechung bei der täglichen Personalarbeit gestellt werden.
  • Sie erhalten ein theoretisches Gerüst und praktische Instrumente für Ihre tägliche Personalarbeit in Bezug auf die relevantesten arbeitsrechtlichen Themen.
  • In einem geschützten Rahmen haben Sie die Gelegenheit, eigene Situationen zu erörtern und Erfahrungen auszutauschen.

Inhalt
Da insbesondere das Arbeitsrecht mit seinen begrenzten gesetzlichen Regelungen durch die Gerichte fortgeschrieben wird, ist es wichtig, das Wissen ständig um die aktuelle Rechtsprechung zu aktualisieren. Daher wird auch 2019 eine Vielzahl von für die Praxis in den Krankenhäusern und an diese angeschlossenen Einrichtungen so wichtigen Entscheidungen aus dem Arbeitsrecht aus dem Zeitraum April 2018 – April 2019 vorgestellt sowie deren Kontext und Auswirkungen auf die Praxis erläutert. Wie für dieses Seminar bereits bekannt, werden wir neben den Inhalten der Urteile, das Wichtigste zu den rechtlichen Fragestellungen aus den Urteilen wiederholen bzw. wird Ihnen die Referentin, Rechtsanwältin Susanne Boemke, einen Überblick hierzu geben.

Zielgruppe
Leiter und Mitarbeiter der Personalabteilungen und Rechtsabteilungen, Geschäftsleitung, leitende Mitarbeiter/Führungskräfte sowohl mit als auch ohne Vorkenntnisse

Referentin
Rechtsanwältin Susanne Boemke

Mittwoch, 3. Juli 2019

Seminar „Aktuelles zu Honorarkräften im Krankenhaus – Die Urteile des BSG und ihre praktischen Auswirkungen“

Veranstalter
Krankenhausgesellschaft Sachsen e.V.

Die Tätigkeit von Honorarkräften im Krankenhaus spielt in Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels im Rahmen der Personalplanung weiterhin eine Rolle. Bereits in der Veranstaltung im Jahr 2018 wurde die restriktive Prüfpraxis der Deutschen Rentenversicherung (DRV), die Rechtsprechung der Landessozialgerichte und die sich daraus für die Krankenhäuser ergebenden Auswirkungen erläutert. Im Jahr 2018 sind acht Verfahren zur sozialversicherungsrechtlichen Einordnung der Tätigkeit von Honorarärzten in Krankenhäusern beim Bundessozialgericht (BSG) anhängig geworden. Das BSG wird über diese Verfahren voraussichtlich im 1. Halbjahr 2019 entscheiden. Inhaltlich betreffen die Verfahren den honorarärztlichen Einsatz von Anästhesisten und Radiologen im Krankenhaus, Bereitschaftsärzten in geriatrischen Rehabilitationskliniken, sowie Allgemeinmedizinern mit eigener Praxis im Rahmen des Bereitschaftsdienstes. Für die Praxis besteht die Hoffnung, dass das BSG die bestehende Rechtsunsicherheit durch klarstellende Entscheidungen beseitigt.

Daneben sind vier Verfahren zur sozialversicherungsrechtlichen Einordnung von Pflegekräften in Alten- und Pflegheimen beim BSG anhängig. Diese Entscheidungen können auch für Krankenhäuser relevant werden. In Anbetracht der seitens des Gesetzgebers im Jahr 2018 eingeführten Mindestpersonalbesetzungen im Pflegebereich stellt sich die Frage, ob fehlende Pflegekräfte aushilfsweise auf Honorarbasis herangezogen werden können.

Ihr Nutzen
Das Seminar will Ihnen die Inhalte der Entscheidungen des BSG erläutern und die daraus für die Praxis folgenden praktischen Auswirkungen in bereits laufenden Statusfeststellungs- und Betriebsprüfungsverfahrens sowie Handlungsobliegenheiten bei bisher ungeprüften Honorararztverhältnissen darstellen. Neben den Folgen für die sozialversicherungsrechtliche Beitragszahlung und die Strafbarkeit nach § 266a StGB werden auch Risiken in Bezug auf die Zahlung einer verdeckten Zuweiservergütung nach §§ 299a, b StGB erläutert.

Inhalt
Konkrete Inhalte der Veranstaltung werden insbesondere sein:

I. Inhalt der BSG-Entscheidungen zu Honorarärzten im Krankenhaus

  1. Honoraranästhesisten
  2. Honorarradiologen
  3. Ableistung von Bereitschaftsdienst durch Honorarärzte
  4. Von den BSG-Entscheidungen nicht erfasste Fallgestaltungen

II. Auswirkungen der BSG-Entscheidungen auf laufende Statusfeststellungs- und Betriebsprüfungsverfahren

  1. Einbeziehung in Antrags-, Widerspruchs- und Klageverfahren
  2. Erforderlicher Tatsachenvortrag und rechtliche Argumentation
  3. Sonstige Argumentationsmöglichkeiten
  • Geltendmachung sog. Versicherungsfreiheitstatbestände
  • Konkrete Berechnung der nachgeforderten Beiträge
  • Argumentation gegen Säumniszuschläge

4. Vorgehen gegen bestandskräftige Bescheide der DRV?

III. Handlungsobliegenheiten in bisher ungeprüften Honorararztverhältnissen

  1. Auswirkungen der BSG-Urteile auf den Straftatbestand gem. § 266a StGB (Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt)
  2. Statusfeststellungsverfahren für die Vergangenheit?
  3. Verdeckte Zuweiservergütung i.S.d. §§ 299a, b StGB bei Zahlung übertariflicher Vergütungen für als abhängig beschäftigt eingeordnete Honorarärzte

IV. Inhalt der BSG-Entscheidungen zu Pflegekräften

  1. Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen
  2. Auswirkungen auf den Einsatz von Pflegekräften im Krankenhaus im Kontext der Mindestpersonalvorgaben durch die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) und das Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG)

Zielgruppe
Geschäftsleitung, Leiter und Mitarbeiter der Personal- und Rechtsabteilungen, leitende Mitarbeiter/ Führungskräfte sowohl mit als auch ohne Vorkenntnisse.

Referentin
Rechtsanwältin Claudia Reich

Dienstag, 17. September 2019

Seminar „Ausgestaltung von Kooperationsverträgen mit Krankenhäusern – aktuelle Entwicklungen und Handlungsspielräume“

Veranstalter
Krankenhausgesellschaft Sachsen e.V.

Die Handlungsspielräume im Rahmen von Kooperationsverträgen zwischen Krankenhäusern und externen Ärzten sind in den vergangenen Jahren aufgrund der Problematik der sog. „Scheinselbständigkeit“, der restriktiven Prüfpraxis der DRV und der Korruptionsproblematik immer stärker eingeschränkt worden. Neben dem gänzlichen Umschwenken auf den Abschluss von Arbeitsverträgen mit externen Ärzten blieb größtenteils nur die zeit- und kostenaufwändige Durchführung von Statusfeststellungsverfahren zur Vermeidung sozialversicherungsrechtlicher und strafrechtlicher Risiken. Hinzu kommt, dass die Clearingstellen der Landesärztekammern aus der sozialversicherungsrechtlichen Einordnung eines Kooperationsverhältnisses strafrechtliche Schlussfolgerungen ziehen, die eine praktikable Handhabung der Kooperationsverträge nahezu unmöglich machen. Im 1. Halbjahr 2019 wird das BSG über mehrere, derzeit anhängige Verfahren zur sozialversicherungsrechtlichen Einordnung der Tätigkeit von Honorarärzten in Krankenhäusern und Honorarpflegepersonal in Alten- und Pflegeheimen entscheiden. Diese Entscheidungen werden auch Auswirkungen auf die strafrechtliche Bewertung von Kooperationsverträgen haben. In Anbetracht einer durch Fachkräftemangel und Einführung diverser Mindestpersonalvorgaben im Krankenhaus bestehenden Personalknappheit, wird sich zukünftig die Frage nach kooperativer Nutzung von Personalressourcen verstärkt stellen.

Ihr Nutzen
Das Seminar soll Ihnen die rechtlichen Hintergründe und die rechtlich zulässigen Gestaltungsmöglichkeiten beim Einsatz von externen Ärzten und externem Pflegepersonal im Rahmen der Krankenhausbehandlung näherbringen, damit Sie:

  • professionell und effektiv externe Mitarbeiter in Ihren Klinikalltag einbeziehen können
  • Verträge mit externen Mitarbeitern rechtssicher ausgestalten und dadurch
  • Haftungsfallen erkennen und Strafbarkeitsrisiken vermeiden können.

Inhalt
Konkrete Inhalte des Seminars werden insbesondere sein:

I. Inhalt der BSG-Entscheidungen zu Honorarärzten im Krankenhaus

  1. Fallgruppe der Honoraranästhesisten
  2. Fallgruppe der Honorarradiologen
  3. Ableistung von Bereitschaftsdienst durch Honorarärzte
  4. Von den BSG-Entscheidungen nicht erfasste Fallgestaltungen

II. Ausgestaltung von Kooperationsverträgen von Krankenhäusern mit externen Ärzten aus strafrechtlicher Sicht

  1. Nach den BSG-Entscheidungen verbleibende Möglichkeiten der Ausgestaltung von Kooperationsverträgen zwischen den Sektoren
  • Auswirkungen auf das Bestehen einer „Unrechtsvereinbarung“
  • Handlungsobliegenheiten unter dem Blickwinkel des § 266a StGB
  • Handlungsobliegenheiten bei Altverträgen unter dem Blickwinkel der §§ 299a, b ff. StGB

2. Problematik der „Selbsteinweisung“ von Patienten

3. Vorgehen gegenüber Clearingstellen

4. Argumentationslinien in Ermittlungsverfahren

III. Ausgestaltung von Kooperationsverträgen von Krankenhäusern mit externen Ärzten aus sozialversicherungsrechtlicher und vertragsärztlicher Sicht

  1. Honorarkooperationsvertrag vs. Arbeitsverhältnis
  • Auswirkungen der BSG-Entscheidungen auf laufende Kooperationsverträge
  • Auswirkungen neuer Mindestpersonalvorgaben auf Kooperationsverträge
  • Alternativen: Arbeitnehmerüberlassung oder Einheitliches Arbeitsverhältnis?

2. Abgrenzung der Kooperationstätigkeit zur ambulanten Behandlung

  • BSG-Rechtsprechung zur vor- und nachstationären Behandlung
  • Abgrenzung zur ambulanten Operation
  • Formularmäßige Gestaltungsmöglichkeiten

3. Auswirkungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) auf die zeitlichen Kapazitäten der kooperierenden Ärzte

4. Haftungsrechtsrechtliche Fragen der Kooperation

5. Sonderfall: Kooperation mit Belegärzten im Krankenhaus

Zielgruppe
Geschäftsleitung, Leiter und Mitarbeiter der Rechtsabteilungen und Personalabteilungen, leitende Mitarbeiter / Führungskräfte, Mitarbeiter im Bereich Versorgung und Controlling

Referenten
Prof. Dr. Hendrik Schneider
Rechtsanwältin Claudia Reich

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Seminar Krankenhaus-Strukturgesetz „Update ‚Qualitätsoffensive‘ des Krankenhaus-Strukturgesetzes“

Veranstalter
Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.

Seit Verabschiedung des Krankenhaus-Strukturgesetzes Ende 2015 sind mehrere Umsetzungsschritte realisiert worden. Vom Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zu den planungsrelevanten Qualitätsindikatoren über die Anpassung der Mindestmengenregelungen bis zum Beschluss des G-BA zum gestuften System von Notfallstrukturen sind wichtige Weichen gestellt worden. Parallel dazu versucht das BMG über die Einführung von Mindestpersonalgrenzen in der Pflege Elemente der Strukturqualität einzuführen und bei Nichteinhaltung mit Sanktionen zu belegen. Offen ist derzeit die Einführung von Qualitätszu- und -abschlägen. Die im KHSG zunächst gesetzten Fristen wurden nicht eingehalten, die Ausgestaltung gestaltet sich schwieriger als zunächst erwartet. Die Ankündigung des amtierenden Gesundheitsministers, Jens Spahn, die medizinische Qualität in Krankenhäusern zu einem seiner Schwerpunkte im Jahr 2019 zu machen, kann als Fingerzeig gedeutet werden. Ein Blick auf die Detailregelungen der bisherigen Umsetzungsschritte sowie ergänzende Gesetzgebungsaktivitäten einzelner Bundesländer zeigt bereits jetzt, dass die Zielstellung des gesamten Projekts in einer als „Konzentrationsprozess“ bezeichneten Marktbereinigung liegen wird. Die Krankenhäuser sollten diesbezüglich gewappnet sein und neben den gegebenen Rechtsschutzmöglichkeiten die strategische Ausrichtung weg von der Mengenausweitung hin zu verbesserter Effektivität und Qualität voranbringen.

Ihr Nutzen
Das Seminar gibt Ihnen einen Überblick zu den gesetzlichen Regelungen, den bisher daran anknüpfenden Umsetzungsschritten auf Bundes-, wie Länder- und Krankenhausebene. Die parallel ergangene Rechtsprechung soll ebenso beleuchtet werden, wie die Aktivitäten auf Kostenträgerseite. Daneben soll der Blick hin auf mögliche straf- und haftungsrechtliche Konsequenzen erweitert werden.

Schwerpunkte

I.  Überblick zu den bisherigen Umsetzungsschritten

II. Aktueller Stand im Bereich der planungsrelevanten Qualitätsindikatoren

  • Aktueller Stand nach erstmaliger Auswertung der Ergebnisse aus dem Jahr 2017
  • Regelungen auf Ebene der Bundesländer (opt-out)
  • Konsequenzen bezüglich der Nichtaufnahme bzw. Herausnahme aus dem Krankenhausplan
  • Rechtschutzmöglichkeiten gegen Nichtaufnahme/ Herausnahme aus dem Krankenhausplan
  • Gefahr der Umsetzung der Auswertungsergebnisse der planQI-RL auf der Budgetebene

III. Mindestpersonalvorgaben in der Pflege

  • Inhalt und Umsetzung der Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen nach § 137i SGB V (Pflegepersonaluntergrenzenverordnung – PpUGV des BMG – und Lösungsansätze der Selbstverwaltungsebene)
  • Einführung von Ganzhaus-Pflegepersonaluntergrenzen gem. § 137j SGB V durch das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PPSG)
  • Anforderungen an Personaluntergrenzen in Perinatalzentren (QFR-RL)

IV. Qualitätszu- und Abschläge

  • Inhalt des Beschlusses des G-BA zu den Qualitätszu- und Abschlägen sowie des Abschlussberichts des IQTiG
  • Aufgetretene Probleme im Verfahren des G-BA
  • Stand der Vereinbarung der Vertragspartner auf Bundesebene gem. § 9 Abs. 1a Nr. 4 KHEntgG
  • Konsequenzen für die Krankenhäuser (Wann drohen Vergütungsabschläge? Wann können Krankenhäuser Vergütungszuschläge beanspruchen? Unter welchen Voraussetzungen droht eine Herausnahme aus dem Krankenhausplan?)

V. Mindestmengenregelungen

  • Anpassung der Mindestmengenregelungen nach den Änderungen durch das KHSG
  • Anforderungen der Mindestmengenregelungen an die Prognoseentscheidungen der Krankenhäuser
  • Konsequenzen bei Nichteinhaltung – Leistungsverbot und Vergütungsausschluss
  • Rechtschutzmöglichkeiten
  • Geplante Einführung neuer Mindestmengen

VI. Gestuftes System der Notfallversorgung § 136c Abs. 4 SGB V

  • Inhalt des Beschlusses des G-BA vom 19.04.2018
  • Erläuterungen zu den einzelnen Stufen der stationären Notfallversorgung
  • Vergütungsrechtliche Konsequenzen bei Nichteinhaltung

VII. Sonstige Anforderungen des KHSG an die Krankenhäuser

  • Abschluss von Qualitätsverträgen zwischen den Krankenkassen und deren Verbänden mit den KH-Trägern
  • Anforderungen an die Qualitätsberichte der Krankenhäuser
  • Folgen der Nichteinhaltung von Qualitätsanforderungen, insb. Durchführung und Umfang der Kontrollen des MDK in den Krankenhäusern
  • Dokumentationsvorgaben des G-BA

VIII. Straf- und haftungsrechtliche Problemkreise des Krankenhausstrukturgesetzes

  • Welche Konsequenzen einer Abweichung von den Qualitäts-Richtlinien des G-BA ergeben sich im Straf- und Haftungsrecht?
  • Erhöhtes Entdeckungsrisiko durch die Information Dritter über Verstöße gem. § 137 Abs. 1 S. 3 Nr. 3 SGB V?

Zielgruppe
Geschäftsleitung, leitende Mitarbeiter/Führungskräfte und Mitarbeiter im Bereich Medizincontrolling/Qualitätssicherung, Leiter und Mitarbeiter der Rechts- sowie der Personalabteilung

Referentin
Rechtsanwältin Claudia Reich